Cinéma: Ferris Bueller’s day off.

Der Film „Ferris macht blau“ (eng: „Ferris Bueller’s day off“, 1986) ist einer der Filme, die ich als Kind und Jugendliche immer wieder gesehen hatte. Durch Zufall stieß ich kürzlich auf ein Youtube-Video, dass die witzigsten Zitate zusammenfasst. Aus Nostalgie schaute ich mir deswegen noch mal den ganzen Film an, diesmal allerdings auf Englisch. Zu meiner großen Überraschung stellte ich dann fest, dass der Film teilweise in Chicago spielt! Ich hatte mir sowieso vorgenommen, mir Filme anzusehen, die diese tolle Stadt als Handlungsort haben. Durch Zufall habe ich also schon den ersten gefunden.

Handlung:

Ferris ist ein äußerst beliebter Schüler, der bald die High School beenden wird. Um noch einmal eine gute Zeit mit seiner Freundin Sloane und seinem besten Freund Cameron verbringen zu können, täuscht er seinen Eltern vor, krank zu sein, und kann somit die Schule schwänzen. Das Trio macht sich im Ferrari von Camerons Vater auf nach Chicago und Ferris‘ Lebendigkeit lässt sie einen unvergeßlichen Tag erleben. Allerdings lauern Unheil in Form von Ferris‘ eifersüchtiger Schwester und dem Schulrektor, der unbedingt beweisen will, dass Ferris nicht krank ist, sondern nur die Schule schwänzt…

Es ist schon einige Jahre her, dass ich den Film das letzte Mal gesehen habe. Die Naivität und Übertriebenheit einiger Szenen fiel mir etwas unangenehm auf. Trotzdem hat es mir Spaß gemacht, diesen Film wieder zu sehen, einige Szenen sind einfach göttlich und es ist witzig, wie der Smarte Ferris alle an der Nase herumführt. Hier kann übrigens nachlesen, welche Filmszenen in Chicago gedreht wurden.

Downtown Chicago

Kennt Ihr den Film? Kennt Ihr andere Filme, die in Chicago spielen (außer den Blues Brothers und High Fidelity)?

Bizes, Eure Umeko

Cinéma: Tampopo

Tampopo ist einer der Filme, die ich mir schon lange anschauen wollte, aber irgendwie nie dazu kam. Er stammt aus dem Jahr 1985, der Regisseur ist Juzo Itami.

Die verwitwete Tampopo (deutsch: Löhwenzahn) besitzt eine kleine Nudelküche, die leider nicht viel Erfolg hat. Tampopo ist nämlich keine begnadete Nudelköchin, ihre Ramen (jap. Nudelgericht) schmecken einfach nicht gut. Durch Zufall kommt der Lastwagenfahrer Goro in ihren Laden. Gemeinsam mit seinem jungen Kollegen Gun (Ken Watanabe – der Schauspieler aus dem „letzten Samurai“) hilft er Tampopo, die Kunst der Nudelsuppenzubereitung zu erlernen. Konkurrierende Nudelküchen werden auspioniert, sogar die Mülltonnen werden durchsucht, um an das wohlgehütete Rezept des Kochs zu kommen. Für ihre Suche erhält das Trio  Zuwachs von einem Landstreicher, einem Chauffeur und einem Verehrer Tampopos. Können sie gemeinsam Tampopo zu ihrem Ziel verhelfen, eine gute Ramen-Suppe zu kochen?

Der Hauptplot ist durchbrochen von kurzen Nebengeschichten, deren Gemeinsamkeit das Thema Essen ist. Trotzdem verliert der Film die Hauptgeschichte nie aus den Augen.

Tampopo wurde als „erster Ramen-Western“ beworben (in Anlehnung an die Spagthetti-Western aus Italien). Goro erinnert sehr an einen der wortkargen Cowboys aus Wild-West-Filmen. Er trägt einen Cowboyhut (den er nicht mal beim Baden auszieht) und schreckt nicht vor einer Prügelei zurück. Manche Szenen werden mit der dramatischen, für Western-Filme typischen Musik unterlegt. Dabei spielt der Film im Tokyo des 20. Jahrhunderts.

Es finden sich aber auch Anlehnungen an den Film noir. Ein namenloser Gangster ist in der Einführung des Films zu sehen und er taucht auch später noch öfter auf.

Der Film hat viele lustige Momente, manche Szenen gehen sogar ins Absurde (die kochende Mutter und die alte Frau im Supermarkt). Ich wurde sehr gut unterhalten und fand die ideenreichtums des Regisseurs sehr interessant.

Einen sehr interessanten Review kann man hier lesen. Aber bitte nicht durchlesen, wenn Ihr Euch den Film anschauen wollt, es werden zu viele der überraschendsten Szenen verraten.

Kennt Ihr den Film? Wie fandet Ihr ihn?

Bises, Eure Umeko