Neues Design

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Seit längerer Zeit wollte ich das Design meines Blogs ändern und heute abend habe ich mich endlich dazu motivieren können. Ich habe zwar wieder eines der vorgefertigten WordPress-Themes benutzt, aber immerhin habe ich es diesmal geschafft, es ein wenig individueller zu gestalten. Ich würde gerne ein eigenes Theme erstellen, aber mir dauert es zu lange, mich in CSS oder html einzuarbeiten. Vielleicht ein andermal. Bis dahin muss das hier ausreichen.

Wie findet Ihr das neue Design?

Oxford

Ich war beruflich für eine Woche in England und hatte ein wenig Zeit, um mir die nächstgelegene Stadt anzuschauen: Oxford.

Mein Hotel war in einem benachbarten Ort und ich nahm den Bus, um in die Stadt zu fahren. Bus fahren in einem anderen Land ist ja immer eine Herausforderung, es war aber einfacher, als ich gedacht hatte. Man steigt ein, sagt dem Busfahrer die Haltestelle und kauft sein Ticket (also wie in Deutschland). Allerdings war der Busfahrer nicht so begeistert, als ich ihm eine 20Pfund Note hinstreckte. Er sagte mir, dass man für Bustickets am besten das nötige Kleingeld bereithalt solle, da häufig nicht genügend Wechselgeld vorrätig sei. Nach etwas Grummelei gab er es mir aber trotzdem.

Die Haltestellen wurden leider nicht angekündigt. Für die Hinfahrt war das kein Problem, man erkennt ja doch irgendwie, wo die Innenstadt ist. Für die Rückfahrt wollte ich aber kein Risiko eingehen (ich erinnere mich noch lebhaft an eine kleine Bus-Odyssee in Japan…) und fragte den Busfahrer, ob er mir bescheid sagen könne, wenn der Bus an meiner Haltestelle ankäme. Das hat er später freundlicherweise auch getan.

In Oxford bin ich erst einmal ziellos herumspaziert und habe es genossen, in einem europäischen Stadtkern zu sein: die engstehenden Häuser, die alten Gebäude, die Geschäfte, die Fußgänger, das geschäftige Gewusel. Nachdem ich einen ersten Eindruck von der Stadt erhalten hatte, ging ich in Richtung Tourist-Information-Center. Ich hatte gehofft, dort Infos über die Museen und Sehenswürdigkeiten zu finden. Sämtliches Informationsmaterial dort war allerdings nur gegen Gebühr erhältlich. Ich entschied mich für ein kleines Heft, das die wichtigsten(?) Sehenswürdigkeiten zusammenfasste und einen Stadtplan enthielt.

Später kaufte ich mir in einer Bücherei doch einen Stadtführer, da mir das Heftchen aus dem Informationszentrum nicht ausreichte. Und nach dem ganzen Geschreibsel folgen nun ein paar Eindrücke meines ersten Spaziergangs durch Oxford.

Die Zierkirschen sind hier schon in Blüte.

Malerische Aussicht.

Unter anderem besichtigte ich das Magdalen College. Es wurde 1458 gegründet und gilt als eines der schönsten Colleges von Oxford (sagt Wikipedia). Man kann den St John’s Quadrangle, den Chaplain’s Quadrangle, die Kapelle sowie den Kreuzgang besichtigen und auch einen Blick in den Eßsaal werfen. Außerdem kann man draußen um eine (recht große) dreieckige Wiese einen Rundgang auf dem Addison’s Walk machen. Das ist im Frühjahr und Sommer bestimmt sehr schön, Mitte März waren die Bäume aber noch kahl und somit wirkte der Spaziergang nicht sehr einladend.

Magdalen College - Eßsaal

Magdalen College - durch das Tor geht es zum Kreuzgang

Magdalen College - St John's Quadrangle

Magdalen College - Blick auf den Tower

Fantasievolle (und nicht gerade nette) Fratzen zieren die Mauern des Magdalen College. Die Figur unten rechts scheint allerdings neueren Datums zu sein...

Wart Ihr schon mal in Oxford oder in England? Was habt Ihr Euch angeschaut? Wie hat es Euch gefallen?

Bizes, Eure Umeko

Französische Höflichkeitsfloskeln

Laterne auf dem Place Stanislas in Nancy (hat zwar nichts mit dem Thema zu tun, ist aber trotzdem hübsch)

Franzosen sind höflicher sind als Deutsche, das ist der Eindruck, den ich nach meinem Frankreich-Aufenthalt gemacht habe.

Ein Kapitel für sich sind die Floskeln, die man am Ende eines Briefes findet.

Ich hatte Französisch in der Schule (ziemlich lange sogar…) aber ich ich habe leider nicht gelernt, wie man einen Brief auf Französisch abschließt. Es war also sehr lustig, als ich dann in die Situation kam, offizielle, semi-offizielle oder persönliche Briefe zu verfassen. Ich erinnere mich daran, wie ich das Internet nach passenden Sätzen durchforstet hatte. „Hm, kann man das so sagen?“, habe ich mich anfangs häufig gefragt.

Im Deutschen kann man mit der Formel „mit freundlichen Grüßen“ für professionelle Briefe nicht viel falsch machen, im Französchen aber gibt es eine Vielzahl fantasierreicher Floskeln:

  • « Je vous prie d’agréer*, Monsieur, mes salutations distinguées. »
  • « Je vous prie d’agréer, Monsieur, mes respectueuses salutations. »
  • « Je vous prie d’agréer, Monsieur, l’expression de ma considération distinguée. »
  • « Je vous prie d’agréer, Monsieur, l’expression de ma plus haute considération. »

Lustig, nicht wahr, es gibt aber noch mehr:

  • « Je vous prie de croire°, Monsieur, en l’expression de ma considération distinguée. »
  • « Je vous prie de croire, Monsieur, en l’expression de ma plus haute considération. »
  • « Je vous prie de croire, Monsieur, en l’expression de ma profonde gratitude. »

Ohlàlà, im Vergleich dazu kommt unser Mfg ziemlich schnoddrig rüber, findet Ihr nicht?

Letztendlich habe ich diese Formeln nur ein oder zwei mal benutzt, z.B. für so feierliche Angelegenheiten wie die Einladung meiner Zweitprüfer für meine mündliche Prüfung. Korrespondenz von meiner Bank enthält aber tatsächlich obige Sätze.

Im „alltäglichen“ Leben fand ich folgende Formeln hilfreich:

„Offiziell“

  • Sincères salutations
  • Meilleures salutations
  • Salutations

„Privat“

  • A plus (oder auch die verkürzte Version „@ +“)
  • Bizes („Küsschen“)
  • Bisous
  • Amicalement (veraltet?)
  • Amitiés (veraltet?)

„Zwischendrin“

  • Cordialement

Haha, und jetzt muss ich mich an die englischen Ausdrücke gewöhnen.

Findet Ihr auch, dass die Deutschen im Vergleich zu den Franzosen griesgrämiger und weniger höflich sind (ich muss mich da wohl mit einbeschließen)?

* man kann „je vous prie d’agréer“ auch durch « Veuillez agréer », « Je vous prie de recevoir » oder « Veuillez recevoir » ersetzen

° oder « Veuillez croire » benutzen

Quelle

Neujahrs-Vorsätze

Ich habe bisher nicht wirklich Neujahrs-Vorsätze gefasst, aber dieses Jahr habe ich mir ein paar Dinge vorgenommen.  Damit die Ziele leichter umzusetzen sind, habe ich sie ganz konkret formuliert. So allgemein formulierte Sätze wie „mehr Bücher lesen“ sind zu ungenau und lassen Spielraum zum vor-sich-her-schieben.

Mehr Blogartikel schreiben: Ich bin leider keine fleißige Schreiberin. Das liegt zum Teil auch an meiner derzeitigen Arbeit, die mich ziemlich in Anspruch nimmt. Ich habe mir aber zum Ziel gesetzt, mindestens 3 Artikel pro Woche zu verfassen.

Mehr Japanisch Lernen: Ich habe mir ein Japanisch-Lernprogramm zugelegt und möchte dieses Jahr alle 3 Niveaus durcharbeiten.

Mehr Kultur:

  • 12 Bücher lesen: Ich habe früher sehr viel gelesen, aber als ich angefangen habe zu arbeiten, kam ich immer weniger dazu. Ein Buch pro Monat sollte trotzdem zu schaffen sein!
  • Mehr Filme anschauen: Unter anderem möchte ich mir die Filme von Akira Kurosawa und Jim Jarmusch anschauen. Welche Regisseure mögt Ihr gerne?

Jeden Tag ein bisschen Sport treiben, wenn es auch nur ein paar Liegestütz oder Dehnübungen sein sollten.

Mehr kochen: Ein neues Rezept pro Woche. Ich bin abends oft zu müde zum kochen. Wie macht Ihr das? Kocht Ihr jeden Tag?

Amerikanischen Führerschein machen: der deutsche Führerschein wird in Illinois leider nicht ohne Zusatzprüfung anerkannt. Ich muss also mindestens die theoretische Prüfung ablegen.

Umgebung anschauen. Ich bin nun schon zweieinhalb Monate hier und habe mir noch keine Sehenswürdigkeiten (ich weiß nicht mal ob es welche gibt, abgesehen von Chicago selbst) angeschaut. Während der Woche habe ich keine Zeit und am Wochenende mache ich Einkäufe und gehe zum Sport. Wahrscheinlich warte ich mit dem Erkunden aber noch, bis es Frühling wird. Der Wind kann hier nämlich ziemlich garstig sein…

In meinem Sport möchte ich dieses Jahr eine Prüfung ablegen. In Frankreich bin ich leider nicht mehr dazu gekommen.

Vielleicht mache ich alle 3 Monate eine Bilanz, um zu sehen, ob ich mich daran halten kann. Habt Ihr Vorsätze gefasst? Was habt Ihr Euch vorgenommen?

Der erste Schnee…

Als ich gestern morgen aus dem Fenster schaute, entdeckte ich den ersten Schnee für dieses Jahr. Über die Nacht hatte es geschneit und alles war von einer 2cm dicken Schicht Pulverschnee bedeckt. Nach einem warmem Oktober und einem relativ milden November klopft nun also auch hier der Winter an die Tür.

Die nächsten 3 Monate werden wahrscheinlich ziemlich kalt, die Temperaturen können -20 Grad Celsius erreichen, brrrrr. An solche Kälte bin ich nicht gewöhnt, ich bin schon ganz gespannt, wie ich den Winter überstehe.

Hat es schon geschneit bei Euch? Friert Ihr auch so leicht? Bei gemäßigten Temperaturen fühle ich mich viel wohler.

Bisous, Eure Umeko