Cinéma: Tampopo

Tampopo ist einer der Filme, die ich mir schon lange anschauen wollte, aber irgendwie nie dazu kam. Er stammt aus dem Jahr 1985, der Regisseur ist Juzo Itami.

Die verwitwete Tampopo (deutsch: Löhwenzahn) besitzt eine kleine Nudelküche, die leider nicht viel Erfolg hat. Tampopo ist nämlich keine begnadete Nudelköchin, ihre Ramen (jap. Nudelgericht) schmecken einfach nicht gut. Durch Zufall kommt der Lastwagenfahrer Goro in ihren Laden. Gemeinsam mit seinem jungen Kollegen Gun (Ken Watanabe – der Schauspieler aus dem „letzten Samurai“) hilft er Tampopo, die Kunst der Nudelsuppenzubereitung zu erlernen. Konkurrierende Nudelküchen werden auspioniert, sogar die Mülltonnen werden durchsucht, um an das wohlgehütete Rezept des Kochs zu kommen. Für ihre Suche erhält das Trio  Zuwachs von einem Landstreicher, einem Chauffeur und einem Verehrer Tampopos. Können sie gemeinsam Tampopo zu ihrem Ziel verhelfen, eine gute Ramen-Suppe zu kochen?

Der Hauptplot ist durchbrochen von kurzen Nebengeschichten, deren Gemeinsamkeit das Thema Essen ist. Trotzdem verliert der Film die Hauptgeschichte nie aus den Augen.

Tampopo wurde als „erster Ramen-Western“ beworben (in Anlehnung an die Spagthetti-Western aus Italien). Goro erinnert sehr an einen der wortkargen Cowboys aus Wild-West-Filmen. Er trägt einen Cowboyhut (den er nicht mal beim Baden auszieht) und schreckt nicht vor einer Prügelei zurück. Manche Szenen werden mit der dramatischen, für Western-Filme typischen Musik unterlegt. Dabei spielt der Film im Tokyo des 20. Jahrhunderts.

Es finden sich aber auch Anlehnungen an den Film noir. Ein namenloser Gangster ist in der Einführung des Films zu sehen und er taucht auch später noch öfter auf.

Der Film hat viele lustige Momente, manche Szenen gehen sogar ins Absurde (die kochende Mutter und die alte Frau im Supermarkt). Ich wurde sehr gut unterhalten und fand die ideenreichtums des Regisseurs sehr interessant.

Einen sehr interessanten Review kann man hier lesen. Aber bitte nicht durchlesen, wenn Ihr Euch den Film anschauen wollt, es werden zu viele der überraschendsten Szenen verraten.

Kennt Ihr den Film? Wie fandet Ihr ihn?

Bises, Eure Umeko

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6 Kommentare zu “Cinéma: Tampopo

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