Visite de Paris (Tag 2)

Albert Kahn – Musée et Jardins (Museen und Gärten)

Eher durch Zufall fand ich heraus, dass es in Paris einen japanischen Garten gibt (ich wollte „jardin botanique“ in google eingeben und da schlug es mir „jardin japonais“ vor). Obwohl ich diesen Sommer meine Dosis an japanischen Gärten hatte, wollte ich mir ihn trotzdem anschauen. Er befindet sich im Albert-Kahn-Museum, das temporäre Ausstellungen und einen 4 Hektar großen Garten beherbergt. Der Garten besteht aus verschiedenen Abschnitten:

  • japanisches Dorf
  • moderner japanischer Garten
  • französischer Garten
  • englischer Garten
  • Wald der Vogesen
  • blauer Wald
  • goldener Wald und Prärie

Am hübschesten fand ich den japanischen Garten, dort konzentriert sich übrigens auch die Mehrzahl der Besucher. Die anderen Abschnitte sind viel weniger besucht. Wenn das Kindergeschrei einer Nahegelegenen Schule und das Sirenengeheul der Polizei nicht wären, könnte man sich im „forêt vosgienne“ fast wie in den Vogesen fühlen…

Die aktuelle Austellung „clichés japonais“ hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Man kann dort Autochromplatten (Farbfotos), Reliefphotographien (Bilder in „3d“) und Schwarzweißfilme bewundern, die in den Jahren 1908 (während der Japanreise des Mäzen Albert Kahn selbst), 1912 und 1926/27 (dieses Mal schickte er seine Männer dorthin, um Material für seine Sammlung „Archives de la Planèteé zu sammeln) entstanden.

Hier ein Eindruck von den Gärten, von der Ausstellung durfte man keine Fotos machen.

Japanischer Garten

Japanisches Haus

Steinlaterne

Es gibt sogar eine kleine Brücke

Der blaue Wald

Im englischen Garten


Friedhof Père Lachaise

Anschließend ging es zum Friedhof „Père Lachaise“. Dies ist der größte Friedhof in Paris (intra muros), auf dem zahlreiche berühmte Persönlichkeiten begraben sind (eine Liste findet man hier). Er wurde im Jahr 1804 offiziell eröffnet. Anfangs wollte niemand dort begraben werden, da das Stadtviertel den Parisern nicht schick genug und die Lage unattraktiv war (auf einem Hügel und weit weg vom Zentrum). Um das Image des Friedhofs aufzuwerten, wurden die sterblichen Überreste bekannter Persönlichkeiten dorthin verlegt. Den Anfang machten Molière und LaFontaine. Die Idee hatte Erfolg und in den folgenden 50 Jahren musste der Friedhof 5 mal erweitert werden. Viele Gräber sind künstlerisch gestaltet, der Friedhof selbst ähnelt einem Garten: Es gibt viele Bäume, verschlungene Wege führen auf den Hügel und schmale Treppen verbinden die verschiedenen Niveaus.

Ich war bei schönem Wetter dort, aber bei Nebel und Grieselwetter ist die Atmosphähre bestimmt noch besser. Man kann einfach so auf dem Gelände spazieren und sich überraschen lassen, welche Gräber man entdeckt (berühmt oder nicht – manche sehen wirklich grandios aus). An den Eingängen befindet sich Übersichtstafeln, auf denen eingezeichnet ist, wo die Grabstätten von berühmten Persönlichkeiten liegen. Man kann übrigens auch einen Plan kaufen (2.50 Euro), das erspart einem manch orientierungsloses Herumirren (man findet auch Pläne im Internet, z.B. hier) und ist hilfreich, wenn man ein bestimmtes Grab sucht.

Am Eingang warteten mehrere Männer älteren Jahrgans darauf, ihr Spezialwissen über den Friedhof weiterzugeben. Das ist bestimmt interessant (als ich nachgefragt habe, was sie denn so spezielles wissen, erwähnte einer den „Vampir des Friedhofs“ – klingt interessant, ich mag solche Geschichten), aber ich kann nicht angeben, wie teuer der Spaß ist. Ich bin auf eigene Faust losgegangen.

Hier ein paar Eindrücke von dem Friedhof:

Gräber so weit das Auge reicht...

Viele Gräber sind mit Skulpturen geschmückt.

Auf dem Dach sind Plfanzen...

Nun die Gräber von berühmten Personen (kennt Ihr alle?):

Frédérique Chopin

Jim Morrison

 Das Grab von Jim Morrison ist recht unspektakulär. Anscheinend ist es aber nicht das ursprüngliche Grab. Ich habe auf Google Bilder davon gesehen: es war über über mit Grafitti beschmiert, die Büste des Sängers war angemalt und es standen haufenweise Bierflaschen herum. Das Grab ist nun unbekritzelt, auf dem Baum nebenan findet man aber keinen freien Quadratzentimeter mehr…

Molière

Jean de la Fontaine

Oscar Wilde

Das Grab von Oscar Wilde ist übelst verschmiert. Schade, finde ich.

Max Ernst

Marcel Proust

Ich hatte zufällig Madeleines dabei, ich hätte ja eine niederlegen können…

Louvre

Der „Palais du Louvre“ war früher ein Königspalast, das Museum wurde 1793 eröffnet. Heute kann man dort die verschiedensten Kollektionen bewundern:

  • Orientale Antiquitäten
  • Kunst des Islam
  • Äyptische Antiquitäten
  • griechische, etruskische und römische Antiquitäten
  • Skulpturen
  • Kunstobjekte
  • Gemälde
  • Graphische Kunst
  • Geschichte des Louvre/mittelalterlicher Louvre
  • Kunst aus Afrika, Asien, Ozeanien und Amerika

Geht gar nicht erst hin in dem Glauben, Euch das ganze Museum an einem Tag anzusehen zu können! Am besten wählt man vorher aus, welchen Bereich man sich genauer anschaut. Ansonsten artet der Museumsbesuch in einen Marathon aus, die berühmtesten Werke (Codex Hammurabi, Monalisa, …) sind nämlich in den vershiedensten Winkeln des Gebäudes verteilt. Und das ist, wie gesagt, riesig.

Der Louvre

Die "Venus von Milo"

Uff, das war der bisher längste Post auf meinem Blog! Kennt Ihr die von mir beschriebenen Sehenswürdigkeiten? Was würdet Ihr gerne besichtigen?

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Ein Kommentar zu “Visite de Paris (Tag 2)

  1. auf dem Père Lachaise war ich auch schonmal, fand es sehr interessant dort. Zur Zeit darf ich mich prüfungsbedingt mit den Werken von ein paar der genannten Herren beschäftigen^^

    xx

Über Kommentare freue ich mich sehr. Wenn Ihr einen Blog habt, antworte ich Euch dort.

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